Kohl als Heilmittel bei schlecht heilenden Wunden u.a.

Veröffentlicht auf von Onlinetherapeut

Wenn ich schon in Europas größten Kohlanbaugebiet wohne, möchte ich euch diese Frucht mal aus einer anderen Betrachtungsweise vorstellen.
Den alten Griechen galt Kohl sogar als heilige Pflanze, denn schon früh wurde seine überquellende Lebens- u. Heilkraft erkannt.Seine Heilerfolge und Vitalität sind legendär und gehen in die Geschichten ein, die davon erzählen, dass nicht nur der Storch die Babys bringt, sondern das sie im Kohlbeet gefunden werden. In Frankreich hat sich deshalb bis heute der Kosename " mon petit chou" erhalten, der "mein kleines Kohlköpfchen" bedeutet.

Kohl ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern kann auch als äußerliches Heilmittel eingesetzt werden. Gerade bei Wunden, die schlecht heilen, ist eine Wundbehandlung mit Kohlblättern erfolgversprechend. Kohl hat die Fähigkeit, Giftstoffe über die Haut abzuleiten, zu desinfizieren und Entzündungen zum Abklingen zu bringen. Die eiterziehende Wirkung von Kohl ist wirklich erstaunlich. Er regt die Flüssigkeitsabsonderung an und zieht gleichzeitig die Flüssigkeit an. Kohlauflagen oder Kohlmasken, auch über gesunder Haut, können die Sekretion von den tiefer liegenden Absetzungen anregen umabtransportieren. Auch gegen Rheuma und andere Gelenkbeschwerden kann Kohl eingesetzt werden.
Ausführung: Das Kohlblatt mit seinem ganzen Stiel vom Kopf abschneiden und auf einem Brett so lange walken, bis die Blattzellen aufbrechen und der Kohlsaft auf dem Blatt steht. Das gewalkte Blatt auf das befallene Gelenk legen und mit einem Verband anwickeln. Darüber kommt dann eine Plastikfolie, damit das Gelenk warm wird und schwitzt. Glaubt man den Erfahrungen, wirkt das besser gegen Gelenkschmerzen als Pillen und Spritzen.

Die Kohlsalbe ist leichter zu handhaben, kann z.B. auch unterwegs verwendet werden. Die entgiftende und heilende Wirkung von Kohl lässt sich auch zur Pflege von unreiner und entzündeter Haut nutzen.

Die wichtigsten Bestandteile im Kohl sind die Vitamine A, B, C, K, E sowie Kalium, Kupfer und Schwefel.  
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Veröffentlicht in Gesundheit

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