Orthopädenmeinung: CranioSacrale Therapie ist Kasperle-Theater

Veröffentlicht auf von Onlinetherapeut

Hier wieder einmal ein Bericht über eines meiner Lieblingsthemen: Götter in weiß! 
Eine Patientin von mir ist bei einem Orthopäden in Behandlung, wegen ihrer Rückenbeschwerden nach einem Bandscheibenvorfall. Wir haben auch schon Fortschritte gemacht.
Letzte Woche war sie wieder beim Orthopäden und wahrscheinlich fragte dieser sie, was ich mit ihr mache. Als sie ihm sagte, dass ich sie mit
CranioSacraler Therapie behandle, äußerte er sich wohl wenig erfreut mit den Worten: "Ach dieses Kasperle-Theater".
Nun kenne ich ihn nicht persönlich, habe aber schon einiges über ihn gehört. Wie sagt man so schön: Sein schlechter Ruf eilt ihm voraus. Nicht fachlich, sondern menschlich muß er wohl nicht gerade zu den angenehmeren Zeitgenossen zählen.
Es ist für mich schwierig, diese Aussage eines Arztes/Orthopäden richtig einzuordnen. Ist es Frust, weil die Therapie bei der Patientin anschlägt? Ist es Unwissenheit oder Ignoranz auf grund einer maßlosen Selbstüberschätzung oder Angst, ihm laufen die Patienten weg. Vielleicht ist es aber auch ganz einfach Dummheit.
Er bezeichnet damit ja eigentlich die gesamte Osteopathie als Kasperle-Theater, denn aus dieser hat sich die
CranioSacrale Therapie als eigenständige Therapieform herausentwickelt. Und wozu die Osteopathie in der Lage ist, dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben und ist z.T. auch wissenschaftlich belegt.
Nicht das hier die Meinung aufkommt, ich habe etwas gegen Ärzte. Ich würde viel lieber mal einen Bericht schreiben, wo Patienten ein Loblied auf einen Arzt singen. Leider habe ich noch keins gehört.

Zurück zur Patientin und zur heutigen Behandlung. Auf meine obligatorische Frage nach dem Befinden, sagte sie als erstes: Besser. Sie kann sich besser bewegen, nimmt nicht mehr täglich Schmerztabletten und geht auch größere Strecken.
Von mir aus kann der Orthopäde die Cranio nennen wie er will, wenn dieses Kasperle-Theater hilft ist es doch egal wie es heißt oder? 
   
Werbung

Veröffentlicht in Gesundheit

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
M
Mit der Osteopathie kenne ich mich überhaupt nicht aus. Im Wikipediaartikel steht ein Hinweis, dass Nachweise über die Wirksamkeit nicht erbracht werden konnten... den Spruch "wer heilt, hat Recht" habe ich aber auch schon gehört. Wer sich an der Schulmedizin orientiert, kann trotzdem schnell zu der Auffassung gelangen, dass ein solches Verfahren abzulehnen ist. Wie auch immer: wenn die Behandlung anschlägt, kann man das auch dokumentieren. Das ist auch ein Dienst an der Wissenschaft und kann langfristig auch die Meinung der Schulmediziner ändern. Die Logik der Homöopathie ist aus einer wissenschaftlichen Perspektive ja auch fragwürdig und trotzdem gibt es Ärzte, die damit gern arbeiten und gute Erfahrungen gemacht haben.
Antworten
O
<br /> Um etwas anderes anzuerkennen, muß mich mich ja erstmal damit auseinandersetzen. Es ist leider so, das viele Schulmediziner nicht über ihren Tellerrand schauen. Der Orthopäde sieht die Probleme am<br /> Knochengerüst, der Neurologe das Nervale und der Internist die Innereien. Das aber unser Körper eine Einheit mit all seinen Organen ist scheinen einige vergessen zu haben. Die<br /> Osteopathieausbildung geht in Deutschland über 5 Jahre. Die Chiropraktik hat sich auch aus der Ostepathie entwickelt. Mit der Homöopathie haben Ärzte ja einen ersten Schritt hinsichtlich<br /> ganzheitliche Behandlung getan Man kann gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht. LG Volker<br /> <br /> <br />
S
Och, ich denke, der Patient denkt sich seinen Teil über die Sprüche des Doktors. Damit wird ja auch der Patient so ein bisschen in die Hypochonderecke gestellt, wenn ihm "Kasperletheater" hilft.
Antworten
O
<br /> Es war eh eine Patientin, die keine sonderlich gute Meinung über Ärzte hat und er konnte damit deren Ruf auch nicht gerade aufpolieren. LG Volker<br /> <br /> <br />
S
Na, da muss ich doch glatt mal meinen Hausarzt loben. Der ist zwar ein lupenreiner Schulmediziner, vertritt aber trotzdem die Einstellung "Wer heilt hat recht!".Liebe Grüße, Sabine
Antworten
O
<br /> Ist ja unterm Strich auch so. Aber sollte ein Orthopäde seine Meinung über andere, für ihn vielleicht nicht akzeptable Therapien, vor den Patienten als Kasperle-Theater oder was auch immer schlecht<br /> machen? Was soll der Patient denken? LG Volker <br /> <br /> <br />