Schleswig-Holsteiner Wissenschaftler entdecken Herzinfarktgene

Veröffentlicht auf von Onlinetherapeut

Diese Meldung ging die letzten Tagen häufig über die Radiostationen ins Land hinaus. Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein entdeckten weitere Gene, die für die Entstehung von Herzinfarkten mitverantwortlich sein sollen.
Der Herzinfarkt ist nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.
Natürlich ist dies ein großer Erfolg in der medizinischen Forschung und er stößt auch bisherige Vermutungen über die Entstehung von Herzinfarkten über den Haufen.
Aber was bringen die Ergebnisse den Betroffenen bzw. wie werden die neuen Erkenntnisse für die Praxis relevant?
Sicherlich ist eine bessere Früherkennung wichtig, um Risikofaktoren von vornherein zu minimieren.
Aber was geschieht mit den Betroffenen bzw. wie reagieren sie? Werden sie schon frühzeitig medika,mentös eingestellt? Die Pharmaindustrie würde sich die Hände reiben. Sind die Betroffenen bereit, ihr Leben danach zu gestalten? Besteht nicht auch die Gefahr, die Menschen, bei denen ein solches gen entdeckt wurde zu verunsichern? Fragen über Fragen und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie hier die Entwicklung weitergeht.
Denn eine genetische Disposition bedeutet noch lange nicht, dass man die jeweilige Erkrankung, in diesem Falle den Herzinfarkt,  auch bekommt. Dazu müssen zu den gegebenen genetischen Voraussetzungen, auch die inneren und äußeren Faktoren kommen, u die Krankheit ausbrechen zu lassen.

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Veröffentlicht in Gesundheit

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S
Sollen denn nur die Betroffenen ihre Lebensweise danach richten oder wäre nicht das, was dann empfohlen wird, für jeden empfehlenswert??? Und bedeutet im anderen Fall - der Gentest hat ergeben, dass ich der Riskogruppe nicht angehöre - dann, ich kann saufen, qualmen, schuften was nur geht, mir kann nix passieren???Ich sehe ehrlich gesagt, keine echten Vorteile im Ergebnis dieses Tests.
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O
<br /> Wenn du die entsprechenden Gene nicht hast, kannst du genauso einen Herzinfarkt bekommen. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Bewegung, ausgewogener Ernährung .... sollte für alle zur<br /> Normalität werden. Aber davon sind wir noch meilenweit entfernt. LG Volker<br /> <br /> <br />
S
Interessantes Thema, Volker!Ich frage mich da immer, wie sehr bei solchen Tests dann doch die selbsterfüllende Prophezeiung eintritt. Eine engmaschigere Überwachung - das klingt zunächst so positiv, aber schürt die nicht die Angst vor dem Ausbruch der Krankheit und provoziert damit unter Umständen genau das, was verhindert werden sollte?Ist nicht das Wissen "ich trage diese Gene in mir", ein Riesenstressfaktor? Wird da nicht die Angst in der Zeit zwischen den Untersuchungen zum Damoklesschwert?Und kann man medizinisch wirklich so viel mehr machen, mit dem Wissen um die Veranlagung?Oder reiben sich da tatsächlich nur all diejenigen die Hände, die daran gut verdienen???Nachdenkliche GrüßeSabine
Antworten
O
<br /> Genau deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben. Werden die Betroffenen ihre Lebensweise nach den Genen richten? u.s.w. LG Volker <br /> <br /> <br />